Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) als neue Aufgabe der Führungsebene, oder Personalentwicklung, findet mehr und mehr Anklang. Gesunde Angestellte sind leistungsfähiger und zufriedener und tragen so zum Unternehmenserfolg bei. Betriebliche Gesundheitsförderung unterstützt dabei die Hauptanliegen des betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) vor allen im Bereich Gesundheitsinterventionen und Führungs- und Unternehmensentwicklung.

Gesundheitsdaten in Deutschland

Laut einer Befragung der Deutschen Krankenversicherung (DKV) zum Gesundheitsverhalten der Deutschen werden folgende Gesundheitsdaten genannt:

  • Über 40% erreichen nicht die Mindestempfehlung an Bewegung,
  • Über 50% ernähren sich nicht ausgewogen,
  • Über 25% rauchen,
  • Über 18% trinken in ungesunden Maß Alkohol,
  • Über 50% empfinden ungesunden Stress.

Diese Faktoren haben einen erheblichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit eines Mitarbeiters im Unternehmen. Und nicht nur das, auch der Unternehmenserfolg und das Gesundheitsverhalten von Angestellten hängen unmittelbar zusammen.

Gesundheit als Wirtschaftsfaktor

Diese Erkrankungen sind für die Ausfallzeiten Ihrer Mitarbeiter verantwortlich:

  • 43 von 100 Angestellten: Erkrankungen der Atemwege,
  • 33 von 100 Angestellten: Erkrankungen des Bewegungsapparates,
  • 20 von 100 Angestellten: Magen- Darm- Erkrankungen,
  • 17 von 100 Angestellten: Verletzungen jeglicher Art,
  • 10 von 100 Angestellten: psychische und psychosomatische Erkrankungen (Wissenschaftliches Institut der AOK 2012)

Interessant bei dieser Betrachtung sind die Ausfalltage je Fall:

  • Erkrankungen der Atemwege: 6,4 Ausfalltage,
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates: 15,4 Ausfalltage,
  • Magen- Darm- Erkrankungen: 6,3 Ausfalltage,
  • Verletzungen jeglicher Art: 15,9 Ausfalltage,
  • psychische und psychosomatische Erkrankungen: 23 Ausfalltage.

Was bedeutet es für Ihr Unternehmen, wenn ein Mitarbeiter 23 Tage am Stück ausfällt?

  1. Es fehlt eine Arbeitskraft zur Unternehmenswertschöpfung
  2. Aufgaben werden entweder nicht bearbeitet, oder müssen von Kollegen mitgetragen werden, was zu einer Doppelbelastung der vertretenden Kollegen führt
  3. Es entstehen mehr Kosten für das Unternehmen

Mein Ansatz zur Gesundheitsförderung

Inzwischen geht man im Fachdiskurs weg von Begriffen wie Krankheit, Belastung und Arbeitsunfähigkeit. Viel mehr wird der Blick auf Stärken, Ressourcen und die Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters gerichtet und daran angeknüpft. Ein arbeitsfähiges Personal ist also der Schlüssel zur Zukunftssicherung des Unternehmens. Aus diesem Grund knüpfe ich in meinem Ansatz an das betriebliche Arbeitsfähigkeitsmanagement als wesentliches Tool.

Haus der Arbeitsfähigkeit - Perspectus
Fundament des Hauses der Arbeitsfähigkeit ist die Gesundheit des einzelnen Beschäftigten. Gesundheitsförderung setzt konkret durch verschiedene Methoden und Tools daran an und ermittelt einerseits die Unternehmensgesundheit (körperliche und psychische Leistungsfähigkeit des Einzelnen) und anderseits leitet es mögliche Maßnahmen ab. Damit kann im ersten Stock im Rahmen der Qualifizierung und Kompetenzerweiterung der Mitarbeiter gezielt geschult werden. Die eigene Gesundheit und die gelebten Werte und Einstellungen haben einen unmittelbaren Zusammenhang. Im zweiten Stock geht es einerseits um konkrete Einstellungen des Einzelnen (hinderliche Glaubenssätze, internalisierte Regeln) und anderseits um die Gesamtkultur des Unternehmens. Im dritten Stock des Hauses der Arbeitsfähigkeit wird der Blick speziell auf die organisationalen Bedingungen gerichtet. 

 

Es werden u.a. die Arbeitsumgebung, die Inhalte und Anforderungen der Tätigkeiten, die Organisation und Gemeinschaft, sowie das Management und Führungsverhalten betrachtet. Jedes Stockwerk bietet nach der Analyse ganz individuelle Stellschrauben, um dem Gesamtziel der Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters ein Stück näher zu kommen.

Dieses Tool ist sehr ganzheitlich und systemisch gedacht. Es wird davon ausgegangen, dass es unmittelbare Zusammenhänge zwischen den einzelnen Etagen - ähnlich wie Treppen in einem Haus - gibt. Meine Aufgabe ist es, Sie mit Ihren Mitarbeitern auf dem Weg durch dieses Haus zu begleiten, zu coachen und manchmal auch auf bestimmte Details einzelner Etagen hinzuweisen.

Die Stärke des Ansatzes liegt im ganzheitlichen Blick auf Mitarbeiter, Unternehmen und Umwelt. Dabei helfen verschiedene Erkundungssysteme im Unternehmen:

1: Arbeitsbewältigungsindex (WAI)

Mit diesem standardisierten Fragebogen erhalten Sie quantitative Daten zur aktuellen Arbeitsfähigkeit Ihrer Mitarbeiter.

2: Gefährdungsanalyse der Gesundheit:

In dieser werden Gefährdungen auf physischer und psychischer Ebene ermittelt und beurteilt.

3: Arbeitsfähigkeitmanagement - Radar:

Dieses Tool richtet den Blick auf Kennzahlen in Bezug auf Belastungen, Kennzahlen in Bezug auf Ressourcen und auf Beanspruchungsfolgen.

Mit einer Kombination aus diesen Erkundungssystemen und dem Haus der Arbeitsfähigkeit sind Maßnahmen planbar, die langfristige Erfolge und Verhaltensänderungen versprechen.

Und der Nutzen
... für den Betrieb?

  • Erhöhte Arbeitszufriedenheit und Produktivität
  • Verbesserung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit
  • Langfristige Kostensenkung von Krankenständen, Fluktuation und Arbeitsunfällen
  • Gesteigerte Qualität der Produkte und Dienstleistung, verbesserte Kommunikation und Kooperation
  • Imagegewinn für das Unternehmen
  • ...

für den Mitarbeiter?

  • Erhöhte Arbeitszufriedenheit und Produktivität
  • Gesteigertes Wohlbefinden
  • Besseres Betriebsklima
  • Mehr Arbeitsfreude
  • Gesünderes Verhalten auch in der Freizeit
  • ...

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Übrigens:

Jeder Arbeitgeber in Deutschland hat einmal pro Jahr die Möglichkeit, einen steuer- und sozialversicherungsfreien Betrag in Höhe von maximal 500 Euro pro Mitarbeiter für betriebliche Gesundheitsförderung einzusetzen.

“Steuerfrei sind zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbrachte Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und der betrieblichen Gesundheitsförderung, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, und Zielgerichtetheit den Anforderungen der §§ 20 und 20a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genügen, soweit sie 500 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen.”

 

Sie haben Interesse an einem Angebot der Gesundheitsförderung oder wünschen weitere Informationen? Dann nehmen Sie Kontakt auf.